Geschichte des
Bergrennen Missen - Wiederhofen
bis 1982 Bergrennen (deutsche Meisterschaft)
seit 2003 historisches Bergrennen / Gleichmäßigkeitsprüfung
In
den siebziger Jahren war die Bergstrecke Missen-Wiederhofen der ausgesuchte
Berg zum Saisonabschluß für die Bergrennspezialisten aus dem In- und Ausland.
Mit
Missen-Wiederhofen war die Punktewertung regionaler, nationaler und
internationaler Bergmeisterschaften abgeschlossen. So erkämpfte sich der
mittlerweile nach 7 Deutschen Meistertiteln und 7 Europäischen Championaten als
bayerischer Berglöwe titulierte Herbert Stenger aus Sommerkahl die
entscheidenden Punkte zu seiner 1.Deutschen Meisterschaft.
In
dieser Zeit, werteten bekannte Rennfahrer wie Heinz Wengert aus Konstanz, Karl
Jordan aus Heifingen, Jochen Daur aus Nürnberg und gaben in Missen ihre
Visitenkarten ab. Als erster Bergfahrer kam Marcel Pipek durch den eisernen
Vorhang aus Jesenice in der Tschechoslowakei mit seinem zweisitzigen Rennwagen
mit dem selbstgetunten Lada-Motor nach Missen.
Viele
heute noch klangvolle Namen der vergangenen und heutigen Rennsportzeiten sind
in den Ergebnislisten der Missener Bergrennen verzeichnet.
Johann
Abt aus Kempten war nach Beendigung seiner eigenen erfolgreichen
Rennsportkarriere der kompetente Rennleiter am „Missener Berg“. Sein hohes
Ansehen in der Rennsportszene zog die Promis und Fachjournalisten magisch nach
Missen.
Heinz
Wengert, Karl Jordan und viele Andere mehr waren und sind seither immer wieder
auf einem Urlaub oder Wochenendtrip in Missen. Selbst die späteren Int.
Oberjochrennen nutzten Sie - wenn irgend möglich - auch zu einem Besuch in
Missen.
Nun
haben die Oldtimerfreunde in Missen eine neue, interessante Heimstatt gefunden.
Am 15./16. Mai treffen sich die Junggebliebenen mit ihren liebevoll und
sachkundig restaurierten Automobilen und Motorrädern zu einer
Gleichmäßigkeitsprüfung auf der Traditionsbergstrecke von Missen nach
Wiederhofen. Hier geht es nicht in erster Linie um Höchstgeschwindigkeiten.
Der
Fahrer seiner Klasse, der nach 3 Wertungsläufen die geringste, zeitliche
Abweichung der Einzelläufe durch die Lichtschranke am Ziel gebracht hat, wird
Sieger seiner Klasse. Das verlangt höchste Konzentration. Auch hier sind
Fahrfehler kaum auszugleichen.
Die
betagten Geräte und Motoren müssen höchsten und zuverlässigen Dienst leisten.
Gemessen wird in tausendstel Sekunden. Temperatur- und Wetteränderungen haben
einen großen Einfluß auf präzise Fahrzeiten.
Die
Veranstaltung beginnt am Samstagnachmittag mit der administrativen und
technischen Fahrzeugabnahme. Anschließend werden Fahrer und Fahrzeuge dem
Publikum vorgestellt. Wissenswertes über Fahrer und Fahrzeug,
Fahrzeuggeschichte und Fahrzeugbesonderheiten werden bekanntgegeben. In aller
Ruhe kann man sich vor Ort die Fahrzeuge ansehen und manches Interessante zu
dem Fahrzeug vom Fahrer erfahren.
Eine
zünftige Schnauferlparty im Missener Feststadel beendet den Samstag oder
beginnt den Sonntag- ganz nach Wunsch.
Am
Sonntag um 9.00 Uhr beginnt das offizielle Training. Zwei Läufe müssen gefahren
werden. Nach der Mittagspause beginnen die Wertungsläufe.
Im
Veranstaltungsprogrammheft sind alle am Wettbewerb zugelassenen Fahrzeuge mit
technischen Angaben nach Startnummernreihenfolge farbig abgebildet. Eine
interessante und bleibende Information.
Nach
drei Wertungsläufen wird abgerechnet. Die Siegerehrung findet danach im
Fahrerlager statt.
Die
Allgäuer Motorsport Freunde e. V. im ADAC haben die Veranstaltung im dankbaren
Gedenken, dem im Oktober 2003 nach langer Krankheit verstorbenen Freund und
Sportkameraden, „In Memoriam“ Johann Abt gewidmet.
Das Team der
ASG / MCO organisierte auch die damalige Europa-Bergmeisterschaft 1989 am
Oberjoch.